Brand Kit erstellen: Alle Markenelemente an einem Ort

Wer regelmäßig Designs erstellt, kennt das Problem: Das Logo liegt in mehreren Ordnern, die richtige Farbe muss erst gesucht werden und auf dem letzten Social-Media-Post wurde plötzlich eine andere Schrift verwendet. Ein Brand Kit löst genau dieses Organisationsproblem.
Ein Brand Kit ist eine übersichtliche Sammlung der wichtigsten Markenelemente. Es sorgt dafür, dass du – und alle, die mit dir gestalten – mit denselben Grundlagen arbeiten.
Welche Bestandteile gehören in ein Brand Kit?
Logo-Dateien und Varianten
Hinterlege das Hauptlogo sowie sinnvolle Varianten für helle und dunkle Hintergründe. Je nach Gestaltung kann auch ein kompaktes Icon dazugehören. Bewahre nach Möglichkeit geeignete Vektordateien und gängige Exportformate auf. Gib Dateien verständliche Namen, damit niemand versehentlich eine alte Version benutzt.
Markenfarben
Erfasse für jede Farbe mindestens den HEX-Wert und ihre Rolle: Primärfarbe, Akzentfarbe, Hintergrund oder Text. Wenn du Druckprodukte verwendest, können zusätzliche passende Farbangaben nötig sein. Wichtig: Werte für verschiedene Ausgabemedien lassen sich nicht immer ohne Farbabweichungen übertragen. Tipps zur Auswahl findest du im Ratgeber Markenfarben auswählen.
Typografie
Notiere die Schriftfamilien, Schriftschnitte und typischen Einsatzzwecke. Beispielsweise: kräftige Überschriften, normaler Fließtext und kleine Beschriftungen. Hinterlege Schriften nur dann als Dateien, wenn ihre Lizenz die Weitergabe und Speicherung erlaubt.
Bildsprache und grafische Elemente
Welche Art von Fotos passt zur Marke? Sind Illustrationen reduziert oder verspielt? Gibt es wiederkehrende Formen, Linien oder Muster? Ein paar konkrete Positivbeispiele helfen deutlich mehr als unklare Regeln wie „modern gestalten“.
Gestaltungsregeln
Dokumentiere Mindestabstände rund um das Logo, passende Hintergründe und typische Anwendungsfehler. Halte die Regeln so kompakt, dass sie tatsächlich gelesen werden.
Brand Kit in fünf Schritten erstellen
- Sammle alle bestehenden Markenmaterialien.
- Entferne doppelte oder veraltete Varianten aus der aktiven Auswahl – bewahre das Originalarchiv sicher auf.
- Lege verbindliche Versionen für Logo, Farben und Schriften fest.
- Ergänze kurze Nutzungsregeln und Beispiele.
- Prüfe das Kit anhand eines echten Designs und aktualisiere es bei Änderungen.
Brand Kit oder Brand Guidelines?
Ein Brand Kit ist vor allem die praktische Sammlung von Assets. Brand Guidelines erklären ausführlicher, wie eine Marke gestaltet und kommuniziert werden soll. Für viele kleinere Teams reicht zum Einstieg ein kompaktes Brand Kit mit wenigen klaren Regeln. Bei steigender Komplexität lässt es sich erweitern.
Was macht ein gutes Brand Kit aus?
Es muss schnell verständlich und leicht aktuell zu halten sein. Ein perfekt gestaltetes Dokument nützt wenig, wenn in der Praxis niemand die richtigen Dateien findet. Ein zentraler Ort für Markenmaterialien kann deshalb hilfreich sein. Grafikbuddy bündelt Logo-Varianten für helle und dunkle Flächen, Markenfarben mit ihren Farbwerten und Schriften an einem Ort – das Logo-Paket lädst du bei Bedarf als ZIP herunter.
Häufige Fragen
Ist ein Brand Kit nur für große Firmen sinnvoll?
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Nein, es ist gerade für Selbstständige und kleine Teams hilfreich.
Muss ich dafür ein komplettes Designhandbuch schreiben?
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Nein. Eine überschaubare Sammlung mit klaren Regeln genügt häufig für den Start.
Wann sollte ich mein Brand Kit aktualisieren?
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Immer dann, wenn sich verbindliche Markenbestandteile ändern.